SORGFALTSPFLICHT FÜR DIE GANZE LIEFERKETTE

Das Ziel des Lieferkettengesetzes ist, dass deutsche Unternehmen Verantwortung übernehmen, wenn ihre Zulieferer, die Herstellung ihrer Produkte oder angebotene Dienste, Schäden an der Umwelt oder an Menschen verursachen. Haftung für Menschenrechtsverstöße, um die Ausbeutung und Versklavung der Menschen und der Kinderarbeit zu beenden, so wie das Verhindern der weiteren Zerstörung der Natur und die Kontaminierung der Umwelt. Jahrelanges Bitten haben leider keinerlei positive Veränderungen gebracht, darum muss ein gesetzlicher Rahmen dafür sorgen, dass die Sorgfaltspflicht entlang der ganzen Lieferkette durch deutliche Regeln einen fairen Handel gewährleistet.

Die Verzögerungstaktik der deutschen Unternehmen, sich diesen Problemen anzunehmen, wird von dem Bundeswirtschaftsministerium gestützt, indem man darüber spricht, es auf europäischer Ebene auszulagern. Laut Misereor-Menschenrechtsexperte Armin Paasch würde das zur Folge haben: “Wenn die ganze Diskussion auf die EU-Ebene ausgelagert wird,  kann das ein Gesetz um Jahre verzögern. Einer Verwässerung und Blockaden würde Tür und Tor geöffnet.”

Menschenrechts-Risiken in Lieferketten:

Gesetzentwurf der Bundesregierung unterläuft internationale Standards
03.03.2021 Erstellt von Initiative Lieferkettengesetz

Die Bundesregierung will in ihrer heutigen Kabinettssitzung den Gesetzentwurf für ein Lieferkettengesetz verabschieden. In einer aktuellen Stellungnahme begrüßt das zivilgesellschaftliche Bündnis „Initiative Lieferkettengesetz“ zwar grundsätzlich das Vorhaben, menschenrechtliche und umweltbezogene Vorgaben für Unternehmen verbindlich zu regeln. Gleichzeitig kritisiert das Bündnis, dass der Gesetzentwurf der Bundesregierung geltende internationale Menschenrechtsstandards der Vereinten Nationen und der OECD unterlaufe.

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Aber: Noch ist das Gesetz nicht fertig

Im April wird der Bundestag über das Lieferkettengesetz beraten. Die Abgeordneten haben dann die Möglichkeit, Nachbesserungen einzufordern. Das ist unsere Chance: Schicke den Abgeordneten aus deinem Wahlkreis unseren Lieferkettenbrief! Damit forderst du sie auf, sich für ein starkes Lieferkettengesetz einzusetzen. Der Nachricht ist schon fertig gestellt du musst nur deine Postleitzahl eingeben, um den Abgeordneten der für deinen Landkreis zuständig ist zu finden. Das Formular mit deinen Kontaktdaten ausfüllen und ab geht die Mail.

MITMACHEN… LIEFERKETTENBRIEF SCHICKEN

Gemeinsam sind wir stark! Auch das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband beziehen eine deutliche Stellung zu dem Thema Menschenrechte und Lieferkette:

Fairer Handel darf nicht länger die Ausnahme sein

„Seit 50 Jahren zeigen Fair-Handels-Unternehmen, dass es möglich ist, Menschenrechte entlang globaler Lieferketten zu achten“, erinnert Andrea Fütterer mit Blick auf das fünfzigjährige Bestehen der Bewegung in Deutschland. Doch in einem globalen Wirtschaftssystem, in dem viele Unternehmen durch die Missachtung von Menschenrechten und Umweltstandards Wettbewerbsvorteile genießen, stoßen Fair-Handels-Akteure an ihre Grenzen. „Es ist an der Zeit, einheitliche Regeln für alle Unternehmen festzuschreiben. Unternehmen, die Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden entlang ihrer Lieferkette billigend in Kauf nehmen, müssen endlich dafür haften“, fordert Anna Hirt abschließend.

Fair Trade für Menschenrechte und Umweltschutz

MEHR WISSEN?

Unternehmen und Menschenrechte

Studie: Was der Gesetzgeber fordert, Verbraucher wollen und die Wirtschaft erwartet
Autorin: Lisa Szeponik, Co-Autorin: Theresa Quiachon, Löning – Human Rights & Responsible Business, Berlin 2017

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