Am Nikolaustag wurde das große Tor des WELT.RAUMs für den 1. globalen Weihnachtsmarkt in Schwäbisch Hall geöffnet. Das Angebot erstreckte sich über indische Textilien, Stickereien aus Afghanistan, handwerklich hergestellte Hüte, Kerzen, Batikarbeiten, Holzschmuck und adventlichen Süßigkeiten.
Zum Essen wurden indischen Suppen und traditioneller heimischer Punsch und Glühwein angeboten.
Die Ständler und Besucher führten nette Gespräche und hatten einen schönen gemeinsamen Adventssamstag.




Der Verein war mit afrikanischem Essen aktiv dabei.
Außerdem konnten Vogelfutterzapfen selber hergestellt werden. Sie sind bei den Vögeln heiß begehrt und schmücken die laublosen Bäume und Sträucher.



Am 30.11.2025 fand der Workshop Forumtheater mit 9 Teilnehmenden statt. Dozentin Uschi Famers stellte die Form des Forumtheater vor und es wurde eine Szene ausgearbeitet und ausprobiert. Die von den Teilnehmenden gewählte Szene beruhte auf eine wahren Begebenheit mit rassistischen Bemerkungen bei einer Stadtführung. Die Szene wurde bearbeitet, gespielt und eine Verhaltenslösung ausprobiert.
Das Zusammenspiel in der Gruppe hat sehr gut funktioniert. Sehr schnell entstand durch die theaterpädagogischen Spiele Offenheit und Spielfreude und es konnte ein tiefgehender Austausch stattfinden.
Uschi Famers konnte sehr anschaulich die Inhalte des Forumtheaters vermittlen. Alle Teilnehmenden können sich vorstellen regelmäßig an Proben bzw. Arbeitstreffen teilzunehmen. Die Weiterführung einer Forumtheatergruppe steht auf jeden Fall auf dem Programm des Welt.Raums.
Tolles Event – Kleidertauschparty
Die Kleidertauschparty mit ihrem Begleitprogramm – Musik, Siebdruckangebot und recycelte Geschenkverpackung – wurde gut angenommen. Qualitativ gute Kleidung wechselte die Besitzer und Gelegenheiten für einen netten Plausch bei warmem Punsch und leckeren Häppchen waren auch gegeben.







Projekt: 17 Ziele Wandeltouren in Hohenlohe
WANDEL ERLEBBAR MACHEN
Gemeinsam mit Helen Urbain von der Zukunftswerkstatt Tempelhof wurde 2025 das im Vorjahr begonnene Projekt 17 Ziele Wandeltouren in Hohenlohe mit 7 verschiedenen Tourenangeboten erfolgreich abgeschlossen. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) bildet den Rahmen zur weltweiten Verwirklichung einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Gesellschaft. In der Region Hohenlohe werden Wandeltouren zu Fuß oder mit dem Fahrrad angeboten. Das Ziel der Touren ist, globalen Zusammenhänge vor Ort aufzuzeigen und Anregungen, wie die 17 Ziele erreicht werden können, zu geben. Die Tourguides wurden speziell zu diesen Themen ausgebildet. Manche der Guides können auf ihre Erfahrung als Natur- und Landschaftsführer Hohenlohe zurück greifen.
Die einzelnen Touren sind auf der Website: https://wandeltouren-hohenlohe.de/ zu finden. Bei Interesse an den Themen können die Tourguides für neue Termine angefragt werden.
Entwicklungspolitische Landeskonferenz im Rahmen der Messe „Fair Handeln“ in Stuttgart

Pressemitteilung der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg und des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e. V.
Solidarität.MACHT.Zukunft.
Forderungen für globale Gerechtigkeit und eine starke Zivilgesellschaft in Baden-Württemberg
Stuttgart, 29. April 2025 | Auf der ausgebuchten Entwicklungspolitischen Landeskonferenz am 26. April trafen sich über 240 Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Rahmen der Messe Fair Handelnin Stuttgart. Unter dem Motto „Solidarität.MACHT.Zukunft.“ diskutierten die Teilnehmenden drängende globale Herausforderungen und erarbeiteten konkrete politische Forderungen für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung – in Baden-Württemberg und weltweit.
Anlass der diesjährigen Entwicklungspolitischen Landeskonferenz war das 50-jährige Jubiläum des Engagements durch den Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB), für das die Landesregierung ausdrücklich ihren Dank aussprach.Die Konferenz stand ganz im Zeichen globaler Verantwortung, Solidarität und der Stärkung bürgerschaftlichen Engagements.
Dr. Dolgor Guntsetseg, Netzwerkkoordinatorin des beim DEAB angesiedelten Eine Welt-Promotor*innen-Programms in Baden-Württemberg unterstrich: „Die 50-jährige Geschichte des zivilgesellschaftlichen Engagements für globale Gerechtigkeit im Südwesten zeigt eindrucksvoll: Solidarität.MACHT.Zukunft. Unter diesem Motto hat unsere Landeskonferenz als ältestes Landesnetzwerk die vielfältigen Facetten dieses Engagements vereint. Gemeinsam mit Stimmen aus dem Globalen Süden und Aktiven aus fünf Jahrzehnten wurden klare Forderungen formuliert, um koloniale Kontinuitäten zu überwinden und eine Zukunft auf Augenhöhe zu gestalten.“
Gabriele Radeke, Geschäftsführerin des DEAB, betonte: „Die Diskussionen mit Politiker*innen haben verdeutlicht: Die Landesregierung muss demokratische und soziale Teilhabe sowie ökologische Nachhaltigkeit durch verstärkte Förderung von Bildung und bürgerschaftlichem Engagement stärken, um eine gerechte Zukunft zu sichern.“
Das Programm der Konferenz bot ein breites Spektrum: Nach Grußworten aus Baden-Württemberg und aus Papua-Neuguinea, Burundi und Guatemala folgten Talkrunden, eine Living Library mit Einblicken in zivilgesellschaftliches Engagement, Inputs zu kolonialen Kontinuitäten und Klimagerechtigkeit sowie ein Polit-Talk mit Landtagsabgeordneten. Friedensforscher Dr. Siyabulela Mandela betonte in seinem Impuls als Critical Friend die Rolle einer starken Zivilgesellschaft für globale Solidarität, Frieden und Menschenrechte. Schließlich wurden konkrete Forderungen formuliert, die ab dem 26. Mai 2025 veröffentlicht werden, darunter:
- Stärkere Förderung der Zivilgesellschaft durch langfristige und substanzielle finanzielle Unterstützung, insbesondere zur Sicherung von Netzwerken und Programmen wie des Eine Welt-Promotor*innen Programms und des Interkulturellen Promotor*innen Programms
- Strukturelle Verankerung von Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bildungssystem
- Zukunftsfähiges und gerechtes Wirtschaften, insbesondere durch sozial und ökologisch faire öffentliche Beschaffung
- Förderung migrantischen Engagements und aktiver Abbau kolonial geprägter Barrieren in der Gesellschaft
- Stärkung internationaler fairer Partnerschaften
- Verantwortungsvolle Klimapolitik, die die Auswirkungen auf den Globalen Süden besonders berücksichtigt.
Mit Blick auf die Ergebnisse der Konferenz erklärte Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ): „Eine starke, gut vernetzte Zivilgesellschaft ist unverzichtbar, wenn wir die großen globalen Herausforderungen unserer Zeit meistern wollen. Die Landeskonferenz hat gezeigt: Engagement für globale Gerechtigkeit lebt von Beteiligung, Vielfalt und einem klaren politischen Willen, diese Kräfte nachhaltig zu stärken.“
„Solidarität ist der Schlüssel für eine zukunftsfähige Welt. Baden-Württemberg braucht eine starke Zivilgesellschaft, die nachhaltige und gerechte Lösungen mitgestaltet“, resümierte Clara Schweizer, Vorstand des DEAB, zum Abschluss. Die Landeskonferenz machte deutlich: Nur durch verbindliche politische Unterstützung, strukturelle Förderung und echte Teilhabe kann das Engagement für globale Gerechtigkeit weiterhin erfolgreich sein. Globale Verantwortung beginnt vor Ort – durch strukturelle Unterstützung, mutige Bildungspolitik und eine Wirtschaft, die die Würde aller Menschen respektiert.
Hintergrund zum DEAB
Der DEAB, seine 183 Mitgliedsorganisationen sowie Netzwerke in Baden-Württemberg und der Welt setzen sich seit fünf Jahrzehnten für eine gerechtere und solidarische Welt ein. Durch ihre Aktivitäten in den Bereichen Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung, globale Partnerschaften, Fairer Handel und solidarische Weltwirtschaft leisten sie einen entscheidenden Beitrag zu einer zukunftsgerechten Gesellschaft. Der Einsatz, die Expertise und das Engagement der Zivilgesellschaft sind zentral für die Umsetzung der Entwicklungspolitischen Leitlinien Baden-Württembergs.
Über die Entwicklungspolitische Landeskonferenz
Alle Ergebnisse der Konferenz sind ab 26. Mai 2025 unter www.sez.de/entwicklungspolitische-landeskonferenz zu finden. Der Rat für Entwicklungszusammenarbeit (REZ), der die baden-württembergische Landesregierung bei der Umsetzung der Entwicklungspolitischen Leitlinien berät, wird die Ergebnisse der Konferenz in Form einer Empfehlung an die Landespolitik aufarbeiten. Auf der jährlich stattfindenden Entwicklungspolitischen Landeskonferenz im Rahmen des Dialogformats Welt:Bürger gefragt! hat die entwicklungspolitische Basis die Möglichkeit, ihre Ideen und Initiativen einzubringen und so aktiv die Entwicklungspolitik des Landes mitzugestalten. Die Geschäftsstelle des REZ liegt bei der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg.
Hintergrund zur SEZ
Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) stärkt das Bewusstsein der Menschen in Baden-Württemberg für globale Zusammenhänge von lokalem Handeln. Mit Events und Konferenzen sensibilisiert sie für ein global verantwortliches Handeln und zeigt auf, wie jede und jeder etwas für eine gerechtere Welt tun kann. Die Stiftung fördert und vernetzt private, kommunale und regionale Initiativen zur Verbesserung und Vertiefung von Partnerschaften mit Ländern des sogenannten Globalen Südens. Eine besondere Rolle spielen die AMAHORO Landespartnerschaft mit Burundi und die Partnerschaft mit dem Nordirak.
Pressekontakt:
Diana Griesinger
Geschäftsstelle des Rats für Entwicklungszusammenarbeit
Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
Werastraße 24
70182 Stuttgart
Tel.: +49 (0)711 – 210 2983
E-Mail: griesinger@sez.de
und
Gabriele Radeke
Geschäftsführerin des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg, DEAB e.V.
Vogelsangstraße 62
70197 Stuttgart
Tel.: +49 (0)711 – 6648 7328
E-Mail: gabriele.radeke@deab.de
Gruppenbild Konferenzteilnehmende im Kongress West | Bildnachweis: SEZ/fotonoid